Hey meine Lieben,
da mich einige von euch angesprochen haben, was ich denn für ein Shampoo nutze und wie ich meine Haare pflege, dachte ich mir, dass ich euch einfach mal einen Beitrag darüber verfasse 🙂

Gerade im Herbst wird es mit den Haaren etwas schwieriger. Viele Menschen reagieren sensibel auf das Wetter und das macht sich unter anderem an den Haaren bemerkbar. Z.B. kann man vermehrt Haarausfall bekommen, brüchige oder strohige Haare. (wie das letztere bei mir der Fall ist)
Aber kein Grund zur Sorge, diese Zeit geht auch wieder vorbei und währenddessen stört es nicht seine Haare etwas mehr zu pflegen oder? 🙂

Wenn man wie ich unter einer sehr empfindlichen Kopfhaut leidet, versteht ihr es bestimmt wenn man sich unwohl fühlt, sobald man das „falsche“ Shampoo benutzt. Und die Folgen -> Schuppen, Rötungen und Juckreiz sind.
Da ich schon seit ein paar Jahren auf Naturkosmetik umgestiegen bin, werde ich euch meine Favoriten zeigen. Als Haarshampoo benutze ich das Aloe Vera & Mint Shampoo von „Less is more“, es ist zwar nicht gerade preisgünstig aber es ist auf alle Fälle die Investition wert. (www.lessismore.at)

Welches Shampoo benutzt ihr gerne?

Ich habe wirklich sehr viele Jahre damit verbracht das richtige Shampoo zu finden, von Chemie-Shampoos über Naturkosmetik, wieder zurück zur Chemie bis ich mich doch entschlossen habe bei Naturkosmetik zu bleiben. Bis jetzt war nie wirklich ein Shampoo dabei, dass mich überzeugt hat. Aber das lange Suchen hat ein Ende , ich werde erstmal bei dieser Marke bleiben. Man braucht nur eine kleine Portion Shampoo, es ist mehr wie ein Konzentrat und sehr ergiebig (auch bei langen Haaren). Als Nebeneffekt zaubert es noch ein schönes Volumen und die Haare fühlen sich gesünder und dicker an.
Wer wie ich etwas zu faul für Haarkuren ist, kann gerne 1 – 2 Tropfen Rizinusöl dazugeben, das macht die Haare etwas geschmeidiger und pflegt sie nochmal ordentlich.

-> Vorsicht, nicht zuviel Öl zum Shampoo geben, sonst bekommt ihr sehr schnell fettige Haare <-

Welche Erfahrungen habt ihr mit Naturkosmetik gemacht?

Wenn es dann doch einmal Zeit für eine intensivere Pflege ist, mache ich eine Öl-Kur und benutze entweder das Rizinusöl oder Arganöl vor dem Schlafen gehen. (Diese zwei Öle kann man auch kombinieren und sie sind für meinen Haartyp genau richtig).

Anwendung:
– die Haare gut durchkämmen
– die Haare am besten mit kaltgepressten Öl einölen, denn in diesem bleiben alle wichtigen Stoffe enthalten
– wer möchte kann die Haare nochmal durchkämmen
– Frischhaltefolie drüber (so kann das Öl besser einwirken)
– zusätzlich noch ein Handtuch drauf, damit kein Öl auf dem Kopfkissen landet

am nächsten Morgen die Haare gut ausspülen, manchmal muss man sie zwar öfter auswaschen, aber das Ergebnis kann sich sehen lassen, geschmeidige und gesund gepflegte Haare 🙂

Wie sieht eure Haar-Routine aus?
Habt ihr gute Tipps?

Ich freue mich über Kommentare von euch 😉

Bis Bald!

xxDiana

  

 

 

Hallo 🙂

Lange habe ich überlegt wie ich weiter schreiben soll, denn vieles habe ich schon erzählt. Aber ich fange einfach mal an. Ihr habt mitbekommen, dass die Ordensschwester gehen musste und danach eine Schichtdienstgruppe eingeführt wurde. Durch den ständigen Erzieherwechsel war es nicht leicht. Aber solche „Hürden“ schafft man auch 🙂

Zunächst gab es große Veränderungen. Im Wohnzimmer hing ein großer Dienstplan, der für mich nicht nur neu, sondern auch kompliziert war. Denn „früher“ wusste man einfach, dass immer die Ordensschwester und die Erzieherin Tag und Nacht da waren. Dies war nicht mehr der Fall, jeden Tag und jede Nacht waren andere Erzieher da und das war ungewohnt. Aber wie so oft im Leben gewöhnt man sich auch an diese Dinge 🙂
Ich möchte keinesfalls die Arbeit der Erzieher kritisieren, sondern euch einfach schreiben wie es mir mit den ganzen Umständen ging.
Es wurde viel verändert, was auch logisch war, da jede Person anders ist. Aber jede noch so kleine Veränderung war einfach nur schwer verständlich und machte mich damals wütend und traurig zugleich. Ich wollte es zu diesem Zeitpunkt nicht verstehen, wieso man die „Regeln“ nicht einfach so weiterlaufen lassen konnte wie bisher. Denn die neuen Schlafenszeiten waren schon sehr gewöhnungsbedürftig, mit 12/13 Jahren um 20 Uhr abends ins Bett gehen zu müssen, war gerade in den Sommermonaten schwierig.

Was bedeutet Hilfeplangespräch und warum gibt es dieses?

Zweimal im Jahr gab es ein Hilfeplangespräch, wie der Name schon sagt, ist es ein Gespräch zur Hilfe der Erziehung für Kinder / Jugendliche. Diese Gespräche fanden zwischen dem Kind, Jugendamtsvertreter, Sorgeberechtigten, Gruppenbetreuer, Erziehungsleiter und Fachdienst der Einrichtung statt. In einem Hilfeplangespräch geht es hauptsächlich um die Ziele des Kindes, Neuigkeiten, schulische Zielstellungen usw…. im Prinzip ging es um alles was das Kind betrifft. Solche Hilfeplangespräche sind gesetzlich vorgeschrieben.
Einige Wochen vor dem Gespräch , erhielt die Bezugserzieherin und ich einen mehrseitigen Entwicklungsbogen. Einige der Fragen lautete, ob man Kritikfähig sei, ob man auf das äußere Erscheinungsbild achte, ob das Kind mit Geld umgehen könne, wie es mit Konflikten zurecht käme und und und.., ihr seht schon ich könnte dieses Thema weiter ausbauen aber dann sitzen wir morgen noch da 😀

Während ich die Bögen ausfüllte fühlte ich mich unwohl, nicht weil ich mich nicht einschätzen konnte, ich fand sogar, dass ich mich sehr wohl, gut und wahrheitsgetreu eingeschätzt hatte, dennoch hatte ich das Gefühl als würde man nur aufgrund von Fakten beurteilt werden.

Da ich aber auf meinem Blog nicht zum ausheulen bin, sondern euch das POSITIVE daran mitgeben möchte, erzähle ich euch viele schöne Ereignisse.

Mein erster Urlaub am Meer: 

Als sich unser Haus mit den neuen Erziehern soweit eingespielt hatte, fuhren wir in den Urlaub nach Italien. Zum ersten Mal sah ich das Meer und die Vorfreude war riesig. In Italien angekommen fühlte ich mich pudelwohl. Wir urlaubten in einem kleinen idyllischen Orte in Ferienwohnungen und verbrachten jeden Tag am Strand – Hach, es war einfach herrlich. Nach einer Woche ging es (leider) wieder nach Hause.

Zuhause angekommen ging ich wieder meinen Hobbys nach, die meiste Zeit spielte ich mit meinen Freunden Basketball und Fußball, machten viele Spiele-Abende oder trafen uns einfach zum quatschen.
Dennoch liebte ich den Gegensatz zu all dem „Trubel“, alleine in meinem Zimmer zu sitzen, zu zeichnen, Keyboard zu spielen, nachzudenken und zu träumen. Oft träumte ich davon wie es wäre eine „richtige“ Familie zu haben…

Aber ich bin sehr dankbar dafür, dass ich dieses „Schicksal“ habe, denn sonst wäre ich nicht die Person geworden die ich heute bin und sonst hätte ich nicht all die wunderbaren Menschen kennen gelernt. Dieses Gefühl eine große Familie zu haben, ist viel mächtiger als der reine Gedanke wieso ich keine „richtige“ Familie habe. Denn so gesehen gibt es keine Richtlinien wie eine Familie aussehen sollte, man hat oft nur ein typisches Bild vor Augen, aber für jeden Menschen bedeutet Familie etwas anderes. Für die einen sind es die Eltern & Geschwister, für die anderen sind es Freunde, die Kollegen, oder Bekannte…

Egal welche Familie man hat oder sich aussucht, wichtig ist immer, dass man Menschen um sich herum hat, die einen so lieben wie man ist!

Ich danke euch allen fürs lesen. Falls ihr Fragen habt, könnt ihr gerne kommentieren oder mich einfach per E-Mail oder in Facebook kontaktieren.

Bis bald, habt noch einen schönen Tag!

„Nicht die Glücklichen sind dankbar. Es sind die Dankbaren die glücklich sind.“
(Francis Bacon)

Hallo ihr Lieben!
Hier melde ich mich wieder 😉
Heute mit dem zweiten Teil von „wie alles begann..“
Bei meinem letzten Beitrag habt ihr schon eine ungefähre Vorstellung bekommen können, wie das Kinderdorf aussieht. Mit diesem Beitrag möchte ich tiefer darauf eingehen, wie ich es empfand dort aufzuwachsen. Viele Menschen in meiner Umgebung fragten mich oft wie ich „ohne“ Eltern / Familie leben konnte?! – meine Antwort darauf war und ist immer die gleiche: Ich habe doch eine Familie, eine sehr große sogar 😉 Und darüber kann ich mich sehr glücklich schätzen 😉
Wie fange ich am besten an….?!

Ich bin anfangs in einer Hausmuttergruppe aufgewachsen, das bedeutet dass die Ordensschwester und Erzieherin jeden Tag und jede Nacht immer für uns da waren, sie lebten mit uns.
Am besten erzähle ich euch einfach einen Tagesablauf wie es meistens ausgesehen hat 😉
In der früh gab es ganz klar ein Frühstück mit allen Kindern aus meinem Haus, dann ging ich entweder in den Kindergarten, danach in die Schule. Mittags gab es aus der Großküche ein gemeinsames Mittagessen, dieses war übrigens sehr lecker. Im Anschluss begann die Hausaufgabenzeit, der Name verrät schon was man in dieser Zeit machte oder machen sollte hihi.
Nach einer Stunde Hausaufgabenzeit konnte ich es kaum erwarten nach draußen zu gehen um mich mit meinen Freunden zu treffen, wir haben überwiegend Basketball & Fußball gespielt oder einfach gequatscht. Gegen 18 Uhr gab es Abendessen und danach hatten wir nochmal freie Verfügungszeit bis es dann ins Bett ging 😉

Im Kindergartenalter habe ich angefangen Instrumente zu erlernen, ich blieb dann mehr als 7 Jahre beim Flöten spielen. Zusätzlich war ich im Kinderchor, einige Jahre später im Jugendchor, die größte Sängerin bin ich zwar nicht hahaha, vielmehr ist die Dusche mein größter Fan, aber es war einfach toll und bereitete mir viel Spaß.
Wir haben auch oft Spiele-Abende gemacht, ihr merkt schon es gab nichts, was ich nicht vermissen konnte!!

Allerdings kam ich im Alter von 12 Jahren in eine emotionale Lage, es war mit Kinderaugen betrachtet eine schwierige Lage für mich. Denn eines Abends kam der Tag X und uns wurde vermittelt, dass die Ordensschwester aufgrund ihres Alters aufhören musste. Dies traf mich sehr hart und ich brach in Tränen aus.
Denn wie man es sich vorstellen kann, sind die Ordensschwester und die Erzieherin genau die Eltern, die ich nicht habe, mir aber immer gewünscht habe und zu erfahren, dass sie schon bald nicht mehr „arbeiten“ wird, war für mich wirklich ein Schlag ins Gesicht. Ich wusste damals, dass es mal eintreffen würde, aber der Tag kam für mich früher und härter als gedacht.
Zusätzlich löste man mein Haus als Hausmuttergruppe auf, und führte eine Schichtdienstgruppe von fünf Erziehern ein. Zu dieser Zeit konnte ich mir beim besten Willen nicht vorstellen, wie so etwas aussah oder was geschehen würde. Anfangs fühlte es sich an als würde dir jemand einfach einen Teil deiner Familie wegnehmen und man konnte nix dagegen tun außer dabei zuzusehen.

Zum Glück arbeitete die Erzieherin, die mich mit groß zog, noch weiterhin dort. Somit war ich anfangs „nicht alleine“.
Als der Tag eintraf an dem die Nonne ihren letzten Arbeitstag hatte, hatte ich eine Achterbahnfahrt der Gefühle, überwiegend war ich sehr traurig und habe wieder geweint aber gleichzeitig war ich neugierig darauf was auf mich zukommen würde.
Im Nachhinein taten mir die „neuen“ Erzieher, die in die Fußstapfen von ihr traten, echt leid. Denn sie hatten es nicht leicht mit mir. Anfangs habe ich ihnen kaum die Chance gegeben, mich besser kennen zu lernen, denn ich konnte mich nicht so leicht umstellen.

Als etwas Zeit verging und ich mich an die neue Situation gewöhnt hatte und eine gute Beziehung zu den neuen Erziehern aufgebaut hatte (die ich natürlich auch sehr gerne habe) kam schon die nächste Herausforderung, denn innerhalb einiger Jahre gab es einen enormen Erzieherwechsel. Es war für mich als Kind wieder nicht leicht, denn gerade als ich mich an eine Person gewöhnt hatte musste ich wieder loslassen und von vorne beginnen. Damals habe ich es nur schwer verstanden wieso man mich schon wieder verlässt. Aber wenn ich eines zu dieser Zeit gelernt habe, dann dass mich solche Situationen nur stärker machen konnten!

Ich möchte heute meinen Beitrag damit abschließen, damit ihr nicht den ganzen Abend mit Lesen beschäftigt seid. 😛
Ich freue mich wirklich sehr, wenn ihr bald wieder auf meinem Blog vorbei schaut und um meine Geschichte weiter zu verfolgen.

Bis bald, eure Diana

Ich schreibe euch meine Geschichte und wie ich es empfunden habe in einem Kinderdorf aufzuwachsen, um manche Vorurteile aus dem Weg zu schaffen. Mit diesem Blog will ich beweisen, dass es auch anders geht, dass es egal ist woher man kommt und welches Schicksal man hinter sich hat. Viele Leute kennen zwar den Begriff Kinderdorf, sind aber unwissend wie es in einem „Heim“ ist, denn das wird leider zu oft verschwiegen. Meistens kommen nur die negativen Dinge ans Licht, aber keiner spricht darüber, dass es unheimlich viele positive und schöne Seiten hat, dass man Kindern die Möglichkeit gibt in einer Familie aufzuwachsen, tolle Menschen kennen zu lernen und ihnen einfach ein Zuhause gewährt. Die meisten Kinder haben keine Eltern mehr, wurden misshandelt oder den Eltern war es nicht möglich ihre Kinder selbst zu erziehen, sie alle haben ein Recht darauf in einer guten Atmosphäre aufzuwachsen. Klar gibt es immer Kinder die damit nicht zufrieden sind, oder nicht damit klar kommen, warum gerade sie im Kinderdorf aufwachsen müssen, warum sie von ihren Eltern weg mussten, aber ich kann behaupten, dass es das Beste war, was mir je passieren konnte. Ich habe wirklich so vieles gelernt, ich habe wunderbare Menschen kennen gelernt, zu denen ich noch heute Kontakt pflege.

Natürlich ist mir bewusst, dass nicht jedes Heim oder Kinderdorf gleich ist, aber ich erzähle euch hier MEINE Geschichte.
Ich kam im Alter von nur zwei Monaten in ein Kinderdorf, damals war ich der jüngste Zuwachs, der in dieses Kinderdorf kam, denn üblicherweise würde man solch kleine Babys eher in eine Pflegefamilie geben, dennoch hatte ich das große Glück mit meinem leiblichen Bruder aufzuwachsen.

Jetzt erzähle ich euch erstmal wie das Kinderdorf aussieht, in dem ich gelebt habe, denn die meisten stellen es sich bestimmt ganz anders vor, was ich natürlich auch machen würde 😉
Es sieht wie ein ganz normales Wohngebiet aus, mehr wie ein kleines Dörfchen. Es gibt dort 12 Häuser die von außen, wie von innen die gleiche Architektur haben, natürlich sind sie nicht komplett identisch, aber das Grundgerüst ist gleich. Die Häuser haben eine große Küche mit Essplätzen, ein großes Wohnzimmer, einige Toiletten und Bäder und viele Schlafzimmer. Im Untergeschoss befindet sich ebenfalls ein großer Raum z.B. zum Spielen, Sport machen, oder für Geburtstagsfeiern…, eine Waschküche und zwei weitere Zimmer. Draußen gibt es genügend Spielfläche, wie einen Sportplatz mit Basketballkörben und Fußballtoren, enorm viel Grünfläche, eine Seilbahn, eine Korbschaukel, eine Ritterburg und und und.. ihr seht schon es ist dort einiges an Aktivitäten geboten und definitiv ein Paradies für Kinder 🙂

Natürlich muss auch alles verwaltet werden, hierfür gibt es ein Haupthaus, in dem sich auch eine Großküche befindet (dieses Thema erweitere ich in einen meiner nächsten Beiträge). Zusätzlich wird eine Förderschule angeboten, in die auch Kinder hin gehen können, die nicht aus dem Kinderdorf sind. Nun könnt ihr es euch sicherlich besser vorstellen.
Die einzelnen Häuser sind in verschiedenen familienähnlichen Gruppen unterteilt.
Ich war in einer Hausmuttergruppe, dies bedeutet, dass eine Schwester (Nonne) und eine Erzieherin stets Tag und Nacht, für mich und die acht weiteren Kinder aus meinem Haus da waren. Eben so wie in einer Familie auch.

Da es noch so vieles zu erzählen gibt, möchte ich das heutige Kapitel etwas kürzer halten und euch erstmal einen kurzen Einblick darüber geben wie so ein Kinderdorf aufgebaut ist.

Falls ihr euch interessiert wie meine Geschichte weiter geht und wie es war in einem Kinderdorf aufzuwachsen, könnt ihr schon sehr bald weiterlesen.

Ich freue mich, wenn ihr wieder auf meinem Blog vorbei schaut!
Danke schon mal 🙂

Viel Spaß beim Lesen!